Magendrehung
( torsio ventriculi ) |
Die Magendrehung entsteht, wie der Name schon vermuten lässt, aus einer Verdrehung des Magens, was zu einem Verschluss des Magenausganges und zu einer Aufblähung bzw. Erweiterung des Magens führt. Jede zweite Magendrehung ist tötlich !
Ursache für eine Magendrehung könnte sein,
wenn der Hund große Mengen Nahrung zu sich genommen hat und anschließend läuft, springt oder andersweitig herumtobt.
Hierbei, beginnt der gefüllte Magen zu pendeln und kann sich überschlagen und so alle Ausgänge abschnüren.
Besonders gefährdet davon sind große Hunderassen mit einem niedrigen (tief sitzenden) Brustkorb.
Aber auch kleine Hunde können von einer Magendrehung betroffen sein.
Als ganz besonders gefährdet gelten:
- Schäferhund
- Dogge
- Bernhardiner
- Bluthund
- Irish Setter
im mittleren bis hohen Alter, wegen den geschwächte Hängebändern.
Mit zunehmendem Alter und regelmäßigem Überfressen leiern die Bänder immer mehr aus und lassen so auch immer grössere Pendelbewegungen zu.
Eine weitere Ursache könnten auch die Verdauungsgase sein.
Ein aufgeblähter Magen durch erhöhte Gasbildung, kann zu einer Magendrehung führen.
Eine übermäßige Aufnahme an Tierprodukten, sowie Kalzium fördert die erhöhte Aufgasung bei der Verdauung.
Bei der Magendrehung werden sowohl Mageneingang, als auch Magenausgang abgeklemmt.
Sobalt jetzt der Zersetzungsprozess des Mageninhalts einsetzt, können frei werdende Gärungsgase nicht mehr entweichen und führen somit zu einer gefährlichen Magenerweiterung.
Folgende Symptome treten auf:
- ca ein bis zwei Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme bläht sich der Bauchraum auf
- der Hund wird unruhig und wechselt ständig vom sitzen zum stehen
- der Hund versucht erfolglos zu würgen, um zu erbrechen
- es entsteht ein immer größer werdender, trommelartiger Bauchumfang
- es tritt Atemnot auf
- es kommt zu einem Erhöhten Speichelfluss
- der Hund wirkt Teilnahmslos
- letztentlich erleidet der Hund einen Schock
- Der verdrehte Magen kann nicht von alleine in seine natürliche Position zurück. -
Liegt eine solche Magendrehung vor, hilft nur noch eine sofortige Notoperation, welche schnellstmöglichst und nur vom Tierarzt durchgeführt werden muss. Es ist absolute Eile geboten.
Bereits drei bis sechs Stunden nach der Drehung sinkt die Überlebenschance des Hundes drastisch.
Wenn vorhanden kann die Verabreichung von Holzkohletabletten, als homöopathisches Mittel gegen den Schockzustand des Hundes, verabreicht werden
- Der Hund muss aber trotzdem noch zum Arzt! -
Vorbeugen gegen eine Magendrehung kann man mit folgendem:
- bieten Sie ihrem Hund kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt an
- achten Sie darauf, das ihr Vierbeiner nach der Nahrungsaufnahme mindestens zwei Stunden ruht und nicht tobt
- vermeiden Sie besser gährende Futtermittel
- behandeln Sie die Blähungen ihres Hundes frühzeitig
- erhöhen Sie den Fressplatz, damit ihr Hund sich nicht so weit hinunter beugen muss, womit er dann weniger Luft schluckt
- die Nahrungsaufnahme sollte in ruhigem und entspanntem Umfeld stattfinden, damit nicht hasstig geschlungen wird
- bieten Sie Abends bitte keine großen Mahlzeiten an, da Nachts die Gefahr besteht, das Symtome nicht erkannt werden
- "übermäßiges Trinken" nach dem Essen sollte vermieden werden
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